1.000 Serien und 83.390 Folgen: Was im Verzeichnis jetzt steht — und was fehlt

2. Oktober 2026 · von Serienheld · aktualisiert am 3. Oktober 2026

Das Verzeichnis führt seit der jüngsten Erweiterung 1.000 Serien mit 5.200 Staffeln, 83.390 einzeln erfassten Folgen und 2.271 Personen. Dazu kommen 57 Sender und Streamingdienste sowie 27 Genres. Das ist der Punkt, an dem ein Nachschlagewerk anfängt, Fragen zu beantworten, die vorher offen blieben — und an dem sich zeigt, wo es weiterhin Lücken hat.

Was in den Zahlen steckt

83.390 Folgen bei 1.000 Serien bedeuten im Schnitt gut 83 Folgen je Eintrag. Dieser Mittelwert ist allerdings irreführend, weil die Verteilung extrem schief ist: Ein Großteil der Serien kommt auf zwei bis drei Staffeln, während einzelne Einträge den Schnitt allein nach oben ziehen. Tatort steht mit 57 Staffeln und 1.338 Folgen im Bestand, The Simpsons mit 38 Staffeln und 802 Folgen, Murdoch Mysteries mit 20 Staffeln und 330 Folgen.

Am anderen Ende stehen die Serien, die genau das waren, was sie sein sollten: Babylon Berlin kommt auf 5 Staffeln und 48 Folgen, Carrie auf eine einzige Staffel mit acht Folgen. Beides sind vollständige Einträge, keine halben — eine Miniserie ist im Verzeichnis kein Sonderfall, sondern eine eigene Form.

Wie die 1.000 Serien ausgewählt wurden

Die Auswahl ist nicht gegriffen. Grundlage ist eine Produktionsdatenbank mit knapp 90.000 erfassten Serien; daraus wird nach einem festen, wiederholbaren Verfahren sortiert — nach Bekanntheitsgewicht, Bewertung und Aktualität der Daten, bei Gleichstand alphabetisch. Wer dieselbe Sortierung zweimal laufen lässt, bekommt zweimal dieselbe Liste.

Dazu kommt eine feste Quote für den deutschsprachigen Raum: Serien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz oder in deutscher Produktionssprache werden gesondert aufgenommen, auch wenn sie international weniger Gewicht haben. Ohne diese Quote bestünde ein nach globaler Bekanntheit sortiertes Verzeichnis fast ausschließlich aus US-Produktionen — was für ein deutschsprachiges Nachschlagewerk wenig Sinn ergäbe.

Die Verteilung nach Genre

Die Genre-Übersicht zeigt, wie stark sich das Seriengeschäft auf wenige Formen konzentriert. Drama führt mit 626 Serien, gefolgt von Crime mit 313, Action mit 215 und Comedy mit 212. Weil Serien mehreren Genres zugeordnet sein können, summieren sich diese Zahlen nicht auf 1.000.

Danach fällt es rasch ab: Thriller 198, Science-Fiction 177, Mystery 119. Am unteren Ende stehen Western mit 15, Sports mit 11 und Music mit sechs Serien. Wer wissen will, warum manche Genres so dünn besetzt sind, findet die Antwort meist in den Produktionskosten, nicht im Publikumsinteresse.

Die Verteilung nach Anbieter

Die Anbieter-Übersicht ordnet die Serien nach dem Sender oder Dienst der Erstausstrahlung — also danach, für wen eine Serie produziert wurde, nicht danach, wo sie heute in Deutschland im Abo liegt. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil Streamingrechte befristet und pro Land vergeben werden.

Netflix ist mit 108 Serien der größte Einzelposten, vor Prime Video mit 58, Apple TV und CBS mit je 49 sowie HBO mit 48. Aus dem deutschsprachigen Raum stehen das ZDF mit 31 und Das Erste mit 22 Serien im Bestand — mehr als mancher US-Kabelsender.

Was das Verzeichnis bewusst nicht hat

Es gibt hier keine Serienplakate, keine Szenenfotos und keine Porträts. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern eine Entscheidung: Bildmaterial zu Serien ist durchgehend rechtlich gebunden, und ein Verzeichnis, das tausend Serien führt, kann tausend Lizenzen nicht seriös verwalten. Die einzige Abbildung auf diesen Seiten ist deshalb eine selbst gezeichnete Filmklappe mit dem jeweiligen Titel — sie gehört uns, kostet nichts und verspricht nichts, was sie nicht hält.

Ebenfalls nicht im Bestand: tagesaktuelle Verfügbarkeiten. Was heute bei welchem Anbieter im Abo liegt, ändert sich zu schnell, als dass eine automatisch gepflegte Datenbank es verlässlich abbilden könnte. Geprüfte Verfügbarkeiten stehen deshalb mit Datum auf den einzelnen Serienseiten, der Rest bleibt bewusst offen.

Warum nur 57 Anbieter

In die Anbieter-Übersicht kommt nur, wer mindestens drei Serien im Bestand hat. Sonst stünden dort Dutzende Sender mit je einem einzigen Eintrag, was die Übersicht unbrauchbar machen würde, ohne irgendeine Frage zu beantworten. Die Schwelle kostet Vollständigkeit und bringt Lesbarkeit — ein Tausch, den ein Nachschlagewerk an vielen Stellen machen muss.

Dieselbe Logik liegt hinter den 5.200 erfassten Staffeln. Eine Staffel ist hier kein Etikett, sondern ein Datensatz mit Premierendatum, Enddatum und Folgenzahl — deshalb lässt sich auf jeder Serienseite beantworten, wann eine Staffel lief und wie lang sie war, statt nur, wie viele es gab.

Wo die Lücken sind

Die größte Lücke betrifft Serien, die gerade erst anfangen. Weil der Bestand aus Produktionsdaten gepflegt wird, taucht eine Serie dort oft erst nach ihrem Start auf — mehrere Neustarts der vergangenen Wochen fehlen deshalb noch und kommen mit der nächsten Aktualisierung dazu.

Die zweite Lücke sind die Personen. 2.271 erfasste Schauspielerinnen und Schauspieler klingen nach viel, decken aber im Wesentlichen die Hauptbesetzungen ab. Nebenrollen, Gastauftritte und die gesamte Produktionsseite — Regie, Buch, Kamera — stehen bislang nicht im Verzeichnis.

Beides ist Arbeit, die ansteht, nicht Absicht. Wer in der Zwischenzeit etwas nachschlagen will: Der Einstieg führt über die Genres, die Anbieter oder direkt über die Serienseiten. Was sich im Seriengeschäft tut, steht im Magazin.

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